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Windows Phone 8–Lasst uns munter Fehler machen…

Bei der Eroberung im mobilen Bereich steht Microsoft sich seit vielen Jahren selbst im Weg – wo der Kampf im Store durch die Massenproduktion an (teilweise) guten Apps im Moment erst einmal gewonnen scheint, musste man zusehen, wie viele Hersteller dem Betriebssystem den Rücken kehrten. Wo am Anfang mit HTC, Samsung und LG namhafte Hersteller mit im Boot waren und erste Geräte auf den Markt brachten, ist heute Nokia allein auf weiter Flur und die Geräte von HTC und Samsung kann man allenfalls noch als Zugeständnis an einen langjährigen Softwarepartner verstehen.

Nokia dominiert den langsam aufsteigenden Windows Phone-Markt – keine Frage. Wenn wirkliche Innovationen die WP8 Geräte interessant gemacht haben, kamen diese immer von Nokia – niemals von Microsoft selbst. Neben den ausgezeichneten Kameras in den Modellen 920, 925, 1020 und 1520 half Nokia vor allem mit überragenden Apps dem Betriebssystem auf die Sprünge. Nokia versteht eben etwas vom mobilen Geschäft, was man bei Microsoft im Moment leider bezweifeln muss. Jeder der einmal ein HTC- und ein Nokia-Gerät in den Händen gehalten hat, wird verstehen was ich meine.

Die Übernahme Nokias durch Microsoft scheint besiegelte Sache zu sein und auch die wenigen Hürden wurden Anfang des Jahres durch die Zustimmung von Aktionären und EU-Komission genommen. Man hat sich also das fehlende Know-How eingekauft, kein schlechter Deal da die Partnerschaft wirklich gut funktioniert hat bisher.

Heute habe ich mein Nokia 1520 bekommen, ein ausgezeichnetes Gerät und mit einem 6” Full-HD Display und Snapdragon 800 Prozessor auch endlich ein Gerät auf Augenhöhe mit den Android-Flagschiffen. Geschwindigkeit, Display, Kamera und alles erdenkliche – Ausgezeichnet! Mit auf den Gerät auch die neue Windows Phone 8 Version GDR3. Microsoft reglementiert die Hardwareausstattung aller Geräte, auf denen Windows Phone 8 laufen soll. Was bei den Minimalanforderungen noch Sinn ergibt, bremst leider die gesamte Entwicklung bei den Highend-Geräten. Während Full-HD Displays bei Android seit Jahren Standard sind, ist dieses erst mit dem aktuellen Update möglich und mangels Hardwarepartnern ist das 1520 von Nokia bisher das einzige Gerät mit solch einer Auflösung. Man kann nun über die Sinnhaftigkeit von solchen Auflösungen diskutieren, genau wie die Sinnhaftigkeit einer 40MP-Kamera im 1020, aber ein Kaufargument für so manchen Kunden ist es allemal.

So schön diese Neuerung im Bereich der Displayauflösung auch ist, leider ist das die einzig wirklich erwähnenswerte Erweiterung des mittlerweile über drei Jahre alten Betriebssystems. Seit Jahren werden viele kleine Dinge bemängelt, die sowohl das Betriebssystem an sich betreffen (Kein Notificationcenter, usw.) als auch das Entwicklungsmodell (Stark limitierte Backgroundtasks, kein voller Zugriff auf den Kalender,…) stark beeinträchtigen. Wirkliche Schritte in diesem Bereich hat Microsoft in dieser Zeit nicht gemacht.

Wo andere Plattformen schwächen im Softwarebereich durch gute Apps ausbessern, ist dies im Windows Phone Bereich derzeit meist unmöglich. Sie möchten Termine editieren, die im Kalender gespeichert sind? Geht nicht… Sie möchten alle 5 Minuten im Hintergrund einen Webdienst abfragen? Geht nicht… (Nur mindestens alle 30 Minuten). Die penible Verwaltung der zur Verfügung stehenden Ressourcen ist eine große Stärke von Windows Phone, aber leider auch eine große Schwäche, welche die Umsetzung von sehr vielen beliebten Android und iOS-Apps einfach unmöglich machen.

Schaut man sich die Ankündigungen bzgl. neuer Features an, ist dort leider nicht viel neues in Sicht und so muss Microsoft sich die Frage gefallen lassen, was das Team seit dem Launch im Oktober 2010 an der Plattform wirklich gemacht hat. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich bin ein Begeisterter Nutzer von Windows Phone aber es ist mir einfach unbegreiflich, warum ein Global Player wie Microsoft seit Jahren tatenlos zusieht, wie eine Plattform mit großen Potential einfach nur vor sich hin dümpelt und mal wieder den entscheidenden Schritt nach vorne verpasst, nachdem man diesen Trend vollkommen verschlafen hat und man nun eigentlich das Feld von hinten aufräumen müsste.

Derzeit findet die CES in Las Vegas statt und der Trend in diesem Jahr sind Wearables, also früher alltägliche Gegenstände wie Brillen, Uhren, Armbänder und vieles anderes Mehr. Nahezu jede Technologieprognose der nächsten Jahre sagt einen regelrechten Boom des “Internet of Everything” voraus, also das vernetzten von alltäglichen Dingen die wir jeden Tag im Leben nutzen. Nun ist Google mit der Datenbrille Google Glass und einer schier gigantischen Nutzerbasis an Android-Geräten natürlich im Vorteil, aber auch bei Apple vermutet man die Arbeit an einer iWatch. Auch sonst hat nahezu jeder Hersteller solche Devices im Angebot, die in Kombination mit einem Android oder iOS-Gerät genutzt werden können. Warum kein Windows Phone? Natürlich, weil die Nutzerbasis derzeit noch nicht so groß ist. Klar wird irgendwann auch eine Unterstützung für Windows Phone vorhanden sein, da sich jeder die “gesamte Plattform” auf die Fahne schreiben möchte.

Aber was bedeutet das für Windows Phone 8? Nachdem man den Trend im Smartphone und Tablet-Bereich hinterher rennt und verzweifelt Anschluss in selbigem sucht, wird nun der nächste Trend verschlafen? Ist der Trend erst bei den Consumern angekommen, werden wahrscheinlich die wenigsten Kunden auf eine Plattform zurückgreifen, die diesen nicht unterstützt. Ein großer Teil der Wearables wurde von Startups produziert und zum Teil über Plattformen wie Kickstarter finanziert, siehe die Pebble-Watch. War es Microsoft da nicht möglich, einige dieser Startups zu unterstützen um so bei dem Trend der nächsten Jahre eine Unterstützung für Windows Phone 8 von Anfang an zu bekommen? Wie gern hätte ich eine Smartwatch, leider gibt es bis heute keine, die mit Windows 8 funktionieren würde. Leider ist auch keine Besserung in Aussicht und so werde ich mal wieder mit meiner WP8-kompatiblen Smartwatch rumlaufen dürfen, während die Nutzer zahlreicher anderer Plattformen schon auf der nächsten Trendwelle reitet – Thumbs Up Microsoft!

Warum Windows 8 nicht gegen iOS und Android gewinnt.

Viel kommt man rum dieser Tage. Auf Konferenzen, Newsgrouptreffen, Workshops oder Trainings – Windows 8 ist nicht nur für alt Windows 8 Release Preview: Start Screeneingesessene Win32- oder .NET-Entwickler ein spannendes Thema. Spannend wie lukrativ, denn die Möglichkeiten mit dem neuen Store in Windows 8 eine extrem großen Markt zu adressieren, der in einigen Jahren iOS und Android in den Schatten stellen wird, begeistern derzeit jeden. Egal auf welchem Event man sich befindet, egal mit welchem Funktionär der Softwareentwicklung man auch spricht, jeder stellt die gleiche Frage “Wird Microsoft mit Windows 8 gegen iOS und Android ankommen?” Ich schmunzel bei der Frage immer etwas, denn die Frage ist sehr einfach: Nein, Microsoft hat keine Chance gegen diese Plattformen.

Warum nicht? Ganz einfach, weil ein Auto nicht so hoch fliegen kann wie ein Flugzeug! Schwachsinn? Richtig, ein Auto kann ja gar nicht fliegen! Genau so wenig kann die Frage beantwortet werden, ob Photoshop besser auf einem Mac läuft, oder auf einem iPad, denn letzteres kann keine Macprogramme ausführen. So klar diese Aussagen auch sein mögen, sieht man sie in dem heraufbeschworenen Wettkampf zwischen Apple, Google und Microsoft wird schnell klar: Windows 8 ist KEIN Tabletbetriebssystem wie iOS oder Android, denn es ist ein Desktopbetriebssystem mit vollständiger Touchintegration. Dadurch habe ich die Möglichkeit wie schon immer meine Arbeiten auf der Desktopoberfläche mit Maus und Tastatur durchzuführen und im mobilen Einsatz die Mails per Windows 8-Style-UI (Metro ist ja out…) und Fingereingabe abzurufen.

Das iPad war und ist ein geniales Spielzeug, aber mehr ist es einfach nicht. Ich kenne kaum jemanden der es für wirklich alle Dinge nutzt, spätestens wenn es um umfangreichere Tipparbeiten geht oder Anwendungen die eine präzise Navigation erfordern (Photoshop lässt grüßen), weicht jeder auf ein Windows 7 Gerät oder einen Mac aus. Mit Windows 8 wir alles anders, wir haben weiterhin ein leistungsstarkes Desktopsystem (u.a. mit Desktopprozessoren) mit Maus und Tastatur und wo wir früher zum Tablet gegriffen haben, nutzen wir nun die Touchintegration im neuen Startmenü und das alles in einem Gerät.

imageIch nutze seit der Developer Preview von Windows 8 ein Samsung Series 7 Slate Device, das neben USB-Anschlüssen auch eine Dockingstation mitbringt sowie einem Stylus. Wenn ich morgens meine Arbeit beginne, docke ich mein Slate in die Dockingstation und nutze Windows 8 wie mein Notebook. Denn auch wenn mit dem neuen Startmenü und einigen Apps die Windows8-Style-UI Einzug gehalten hat, so hat Microsoft penibel darauf geachtet: Was per Touch bedient werden kann, kann genau so gut mit Maus und Tastatur bedient werden. Wo im Startmenü mit dem Finger “gepant” wird um zu scrollen, wird mit der Maus wie gewöhnlich mit dem Mausrad gescrollt oder ich bewege den Mauszeiger an den linken oder rechten Bildschirmrand und wenn ich die Maus dann weiter bewege wird gescrollt. So wie im Startmenü, funktioniert es überall in Windows 8: Obwohl vieles auf Touch ausgelegt wurde, funktioniert alles genau so gut mit Maus und Tastatur – etwas Eingewöhnungszeit vorausgesetzt.

Wenn die Mittagszeit beginnt bin ich natürlich zu Tisch – dazu nehme ich mein Slate aus der Dockingstation und schon bin ich mobil. Falls im mobilen Betrieb ohne Maus auf dem Desktop navigiert werden muss, nehme ich einfach den Stylus. Dieser ersetzt die Maus zu 100%, denn solange der Stift nur ein paar cm über dem Display schwebt, ist nur der Cursor sichtbar. Erst bei einer Berührung mit dem Display wird der traditionelle Linksklick ausgeführt. Das ganze funktioniert derart gut, dass ich mittlerweile lieber mit dem Stift arbeite als mit der Maus. Nebenbei erwähnt, kann man den Stift übrigens auch für das klassische Szenario verwenden: handschriftliche Notizen! Besonders in Kombination mit Officeprodukten wie OneNote 2012 ist das einfach an Genialität nicht zu überbieten.

imageWieder im Büro angekommen, docke ich mein Slate in die Station und arbeite mit Maus und Tastatur weiter. Wenn zwischendurch jemand im Team Probleme hat, docke ich das Slate ab und nehme es mit. Mit dem Stylus und OneNote kann man schnell Dinge erklären und am Ende allen Teilnehmern zu Verfügung stellen… Wie? Na, wie bei jeder Windows 8 App, von links reinwischen, auf Share drücken und Mail auswählen. Schon haben es alle…
Abends wird das Slate auf dem Sofa dann im Touchbetrieb genutzt – Egal ob Web, Mail, Nachrichten oder Angry Birds – für alles gibt es natürlich eine App die ich auf dem Slate mit dem Finger nutzen kann.

Was sich anhört wie ein kitschiges Werbevideo von Microsoft ist mein Alltag mit Windows 8. Was früher als Zukunftsvision angesehen wurde ist heute Wirklichkeit.

Mit Windows 8 hat Microsoft natürlich bei den anderen abgeschaut. Aber Microsoft hat nahezu alles optimiert und mit Innovationen verbessert. Angefangen von der Kombination von Desktop und Tablet in einem Gerät über die Integration von verschiedenen Eingabegeräten (Maus, Tastatur, Touch, Stylus) über ein einheitliches Bedienerlebnis für Benutzer mit Windows 8-Style-UI. Microsoft hat ihr Jahrzehnte lang bewährtes Betriebssystemkonzept genommen, das beste von Apple und Google dazu genommen und um next-gen Features erweitert: Herausgekommen ist ein Betriebssystem das den Markt nicht nur aufräumen wird, sondern eine komplett neue Geräteklasse schaffen wird: Slates – eine Kombination aus Desktop und Tablet, welches die jeweils andere auf lange Sicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lassen wird.

Denn das ist das beste an Windows 8 überhaupt: Es greift nicht den gestandenen Tablet-Markt an, sondern lässt ihn langsam überflüssig werden!

i, i, i wo ist Es denn?

Wo einige Unternehmen teure Werbekampagnen starten müssen, um ihre neu entwickelten Produkte an die Kunden zu bringen, stellt eine Firma jedes Jahr aufs Neue eine Ausnahme dar: Apple. Kein anderes Unternehmen versteht es derart gut, ihre Kunden (bei Apple darf man sie getrost Fans oder Jünger nennen) vorab derart zu illusionieren, das selbst erwachsene Personen sich plötzlich aufführen wie Schulkinder zur Weihnachtszeit. Das Apple noch nicht auf die Idee gekommen ist, in ihren iStores einen Keynotekalender in Apfelform zu verkaufen, womit man vom Ankündigungsdatum an, jeden Tag ein kleines Kläppchen öffnen kann (wobei jeden Tag ein App-Symbol mit einem Hinweis auf das baldige Produkt zu finden ist), bis zu angekündigten Keynote, verstehe ich bis heute nicht.

Microsoft fuhr in diesem Jahr mit Windows 8 ein ähnliche Strategie: Nachdem man den Kunden (ja, hier sind es leider nur Kunden) vorab einige Screenshots oder kurze Videos “hingeworfen” hatte, zog man eine Veranstaltung ganz im Stil von Apple auf: Die Build (ehemals Professional Developer Conference – PDC). Auch wenn ich persönlich es Microsoft nicht zugetraut hätte, war die Konferenz aus Kundensicht wirklich fast so etwas wie die legendären Apple-Keynotes – Windows 8 ist echt ein geniales Stück Software und die (nicht Entwickler-)Massen waren begeistert. Aber eben nur fast, es fehlte eine Präsens auf der Bühne. “The one” mit dem sich jeder ein Stück weit identifizieren konnte und zu dem gleichzeitig auch jeder irgendwie hinauf schaute… So jemand wie Steve Jobs! 

Doch natürlich schläft auch die Apfelfraktion nicht – vor einige Zeit kündige Apple die längst überfällige Keynote an: “Let’s talk iPhone”. Zusammen mit diesem knappen Satz, wurde ein Bild veröffentlich, auf dem genau vier App-Icons zu sehen waren: Ein Kalender Icon mit “Tuesday the 4th”, einem Icon mit der Uhrzeit 10:00, einem Map-Icon mit der Adresse von Apple’s Headquater und einem Icon das einen verpassten Anruf zeigt. Das die ersten drei Icons auf die Keynote am 4.10.2011 um 10:00 Uhr im Apple Headquater in Kalifornien hinwiesen, war klar, aber das letzte Icon führt zu den wildesten Spekulationen – Einige spekulierten gar darüber, ob das neue Gesicht von Apple Tim Cook, in der Keynote einen Videocall mit Steve Jobs führen würde um über das neue iPhone zu plaudern. Und wie jedes Jahr geht mir dabei derselbe Gedanke durch den Kopf: Wow Apple! Egal auf welcher Newsseite man in der letzten zeit unterwegs war, überall gab es wildeste Spekulationen über das neue iPhone 5. Während einige nur über die Funktionen spekulierten, präsentierten andere gar Ganze selbst angefertigte Prototypen. Zusätzlich konnte man seit einiger Zeit bei T-Mobile ein neues Smartphone vorbestellen – jedem war klar um welches Smartphone es sich handeln würde. Versuchte man an der Hotline das neue iPhone zu bestellen, entgegnete die nette Dame am Ende nur mit “das haben wir hier nicht, sie können nur ein Smartphone der neusten Generation vorbestellen” – Wuuuhaaaa, das ist der Punkt an dem die Nägel der eingefleischten Apple-Jünger schon bis zur Schulter abgekaut waren.

Pünktlich um 19 Uhr (MEZ), als alle Apple-Jünger ihr iPad gen Kalifornien gedreht und die Gebets-App gestartet hatten, startete die Keynote mit Tim Cook. Und dann wurde es präsentiert: Das iPhone 4S… VIER ESS! Nicht 5!!! Bitte was?!?! Unter Jobs begeisterte Apple jedes Jahr, fast ohne Ausnahme, mit genialen und vor Innovation nur so platzenden Produkten und jetzt reicht es plötzlich nur noch für ein 4S??? Ein herber Schlag für die Jünger und ein toller Tag im Kalender für alle Applefeinde – Das was Apple Jahrelang ausgezeichnet hatte, mit dem Apple eine Phänomen wie sonst nirgends geschaffen hatte… sie hatten es versaut! In Zeiten in denen über Features wie Stereokameras, 3D-Bildschirme, HD-Auflösungen, Bezahlen mit Smartphones und vielem Mehr gesprochen wird, schafft Apple es nur, ihren Antennenbug zu fixen, eine bessere Kamera einzubauen, einen doppelkern Prozessor einzubauen und eine Spracherkennung zu integrieren? Na klasse, letzteres kann man Windows Phone 7 Mango auch, aber das Feature ist so unwichtig, das selbst Microsoft es nicht für nötig gehalten hat, es gesondert zu erwähnen – zumal es für den deutschen Raum noch nicht zu funktionieren scheint. Selbst mit den angesprochenen Verbesserungen schafft Apple es nicht wirklich zur Hardwarespitze der Smartphones aufzuschließen.

Und was gab es noch? Die iCloud – Noch eine Wolke mehr am Himmel, nur komisch das selbst Apple nicht versteht, dass schon die bisherigen Wolken bei dem gemeinen Fußvolk nicht sonderlich beliebt sind. Die iCloud soll auf Amazon AWS und Windows Azure (ja, das Ding von Microsoft, irgendwann muss sich Microsoft’s großes Apple-Aktienpaket ja auszahlen) basieren. Dort bekommt man 5GB umsonst und 10GB für 16 Euro im Jahr. Nun kann man Bilder, Musik und Filme mit allen Apple-Geräten synchronisieren. Das Apple schon in der Vergangenheit nicht unbedingt verantwortungsvoll mit den Daten der Jünger umgegangen ist, wird hier bestimmt bald keinen mehr interessieren und das man bei Microsoft 25GB umsonst bekommt, auch nicht.

Welches Fazit sollten wir daraus ziehen? Jahrelang war Apple im Smartphone und Tabletbereich der Innovationsmotor, der nun aber nur noch Trabant-Qualität zu haben scheint. Das angekündigte iPhone 4S zaubert jedem Android oder Phone 7 Mango Besitzer ein breiten selbstzufriedenes Lächeln ins Gesicht und sollte auf der anderen Seite jedem Apple-Jünger zum nachdenken anreden. Jemand hat einmal gesagt, das dass Problem von Microsoft seiner Meinung nach ist, das heute keine Person mit Visionen mehr an der Spitze ist, sondern jemand der nur in Zahlen denkt. Trifft dasselbe jetzt etwa auch auf Apple zu nachdem Jobs krankheitsbedingt ausgeschieden ist? Ich Sinne der vielen Innovationen die Apple uns gegeben hat, hoffe ich, dass es nicht so ist…