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Buchvorstellung: iWoz – Wie ich den Computer erfand und Apple mitgründete von Steve Wozniak

Eigentlich verwende ich die wenige Zeit die ich zum Lesen habe, meist für das Studium von Fachbüchern. Als ich jetzt aber durch Zufall den Klassiker “The Silicon Valley Story” gesehen habe (dort geht es geht um die Anfänge von Microsoft und Apple aus Sicht von Steve Wozniak und Steve Ballmer), bin ich auf das Buch iWoz von Apple-Mitgründer Steve Wozniak aufmerksam geworden. Da dies ein Buch mit starkem Technikhintergrund ist, ohne gleichzeitig ein Fachbuch zu sein, verschenkte ich es zu einem Geburtstag an einen Freund als leichte Lektüre für zwischendurch. Beim Einpacken durchstöberte ich den Umschlagtext und war derart fasziniert, dass ich es gleich ein zweites Mal bestellte Smiley 

Das Buch beschreibt zunächst seinen Werdegang beginnend im Alter von 3 Jahren und schon dort zeigt sich, dass Steve Wozniak nicht nur technisch hochbegabt ist, sondern bereits in frühen Tagen von seinem Vater neben technischen Dingen vor allem eine hohe moralische Wertvorstellung vermittelt bekommt. Er beschreibt weiter wie sein Vater als Ingenieur bei Lockheed arbeitet und wie er ihm bereits früh elektronische Prinzipien wie Spannung, Strom und Widerstände erklärt. Dabei merkt man die ganze Zeit wie sehr in Steve der Ehrgeiz brennt, selbst irgendwann ein solcher Ingenieur zu sein, wie sein Vater. Die Erzählungen gehen weiter über Technologiewettbewerbe in der Highschool, seine Anfänge im Studium, die Entwicklung der BlueBox (Gerät um kostenlos telefonieren zu können), seine ersten Kontakte zu Steve Jobs, seinem ersten (richtigen) Job bei Hewlett Packard und schließlich die Gründung von Apple. Dabei geht er besonders auf die Schaltungen und Geräte ein, die er dabei entwickelt, so detailliert, wie ich es in einem solchen Buch nicht erwartet hätte. Dabei erstaunt Wozniak bereits im frühen Jahren mit selbstentwickelten Geräten wie z.B. dem Tic-Tac-Toe-Computer, der wahrscheinlich selbst mich, als studierten Nachrichtentechniker, vor ein Problem stellen würde.

Dabei ist das Buch ein gelungener Mix für jeden Lesen, denn es geht nicht nur um technische Dinge, sondern auch um viele lustige Dinge, moralische Wertvorstellungen und amerikanische Geschichte. Aber für mich besonders interessant war die Erkenntnis, warum Steve Wozniak zu dem Genie geworden ist und das es nicht das oft beschrieben “göttliche Talent” war, sondern eine solide und gründliche Erziehung, Wissbegierde, ein guter Lehrer und ein Schulsystem, das genau auf solche Kinder ausgelegt ist und diese fördert. Die Art und Weise wie dieses Buch die Lebensgeschichte und die unglaublichen Leistungen vermittelt ist beispiellos und ein Muss für jeden technisch Interessierten.

Für jeden, der den Werdegang einem der größten Ingenieure der Welt einmal genauer verfolgen möchte, ist dieses Buch genau das richtige. Selten hat mich ein Buch so sehr gefesselt, motiviert und begeistert zugleich. Man merkt in jeder Zeile das Wozniak ein Ingenieur durch und durch ist und es macht teilweise wirklich sprachlos, welche Leistungen er bereits im jungen Alter vollbracht hat.

Links
iWoz – Die Autobiographie des Apple-Erfinders