Training - Beratung - Projektarbeiten

www.David-Tielke.de

Surface Pro 2–Es hätte perfekt sein können

Ich habe schon einige Male über meine Begeisterung über die Microsoft 2in1s der Marke Surface gesprochen. Auch wenn die Marke bei vielen einen schweren Stand hat, bin ich einfach von der Power, der Haptik und der Flexibilität der Geräte überzeugt und bin seit nunmehr drei Monaten stolzer Besitzer eines Surface Pro 2.

Das Gerät an sich begeistert mich auch nach dieser Zeit – ich habe in meinem mobilen Alltag bei Kunden hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit und die Handhabbarkeit meiner Devices und das Surface hat mich noch nie im Stich gelassen. Egal ob bei Projektarbeit, Beratungen oder Trainings – die Kombination aus Ultrabook, Tablet und digitalem Notizblock hat sich einfach bewährt. Für mich ein ideales Windows 8 – Gerät.

Als Microsoft den Launch der zweiten Generation der Geräte ankündigte, war die Gadgetwelt größtenteils begeistert – Hintergrundbeleuchtete Cover, Dockingstations und auch noch ein Powercover welches dem Surface noch einmal 80% mehr Laufzeit geben sollte – für mich endlich die eierlegende Wollmilchsau.

Bevor wir uns die Dinge anschauen, die mal wieder nicht geklappt haben, möchte ich vorweg etwas zum neuen TypeCover 2 loswerden: HAMMER! Ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass ich auf einer so kleinen Tastatur so gut schreiben kann. Nach einer kurzen Umgewöhnungsphase bin ich auf dem TypeCover genau so schnell wie auf der Tastatur meines alten Lenovo Notebooks. Die Hintergrundbeleuchtung ist immer ausreichend gut, nicht zu hell und nicht zu dunkel. Einfach ein Meisterwerk in diesem Bereich, ich habe noch nichts vergleichbares gesehen.

Kommen wir zu den weniger erfreulichen Erweiterungen: Das PowerCover. Von Microsoft ab “Anfang 2014” angekündigt, wurde bis heute noch kein einziges Exemplar an einen Kunden ausgeliefert – warum, das weiß nur Microsoft. Schaut man sich die Fähigkeiten an, die Microsoft mit dem TypeCover2 unter beweis gestellt hat, fallen beim besten Willen keine Gründe ein, warum man nicht ein ähnliches Gerät produzieren könnte, welches etwas dicker ist und einen weiteren Akku enthält. Die Hintergrundbeleuchtung kann es in jedem Fall nicht sein, die ist leider nicht Bestandteil des PowerCovers oder wird es nie sein.

Was mich aber total auf die Palme bringt und leider mal wieder zeigt, wo genau es bei der Devices Devision bei Microsoft noch brennt ist die Dockingstation. Zwar waren erste Geräte seit Anfang des Jahres verfügbar, allerdings nur bei wenigen Handlern und merkwürdigerweise nicht einmal im Shop bei Microsoft selbst. Auch im zweiten Monat des Jahres hat sich die Situation nicht verbessert – ganz im Gegenteil: Da Microsoft offensichtlich nicht in der Lage ist, eine ausreichende Stückzahl der Dockingstationen zu liefern, haben einige Händler die Geräte bereits aus Ihrem Programm genommen – selbst im Shop bei Microsoft selbst wird es nicht mehr angeboten bzw. nicht einmal überhaupt erwähnt. Stand heute hat nur Notebooksbilliger die Geräte in Europa auf Lager zu einem Preis – man halte sich fest – von 299€ anstatt der ursprünglich angekündigten 199€. Wo am Anfang noch die empfohlenen 199€ verlangt wurden, erhöhte man Mitte des Monats auf 249€ und vor kurzem dann auf die erwähnten 299€. Unverschämt könnte man meinen, für mich definitiv ein Grund bei NBB kein weiteres Gerät zu erwerben, aber es geht noch besser: ab 599€ wechselt die Dockingstation bei Amazon den Besitzer – natürlich von Marktplatzhändlern aber immerhin.

Schaut man in diversen Foren nach, scheint die allgemeine Stimmung noch viel schlechter zu sein: Die 256GB Variante des Surfaces ist seit Monaten nicht lieferbar, die 512GB Variante wurde offensichtlich nicht einmal an Erstbesteller ausgeliefert… Unverständlich!

Und das Produkt selbst? Die Testberichte auf Blogs und in Magazinen waren überragend, die Bewertungen in nahezu allen Shops sind ausgezeichnet, eine Kundenzufriedenheit wie Microsoft sie sich immer gewünscht hat. Der in Irland sitzende Support – Überragend…

Schade! Schade das beim zweiten Anlauf so viel besser zu laufen scheint, aber wieder einzelne Bereiche offensichtlich nicht in der Lage sind, die einfachsten Dinge richtig zu machen. Wieder ist Potenzial da um den Markt aufzumischen, aber man bekommt es einfach nicht hin…

Hauptsache der Startbutton ist wieder da!

Provider type problem with Enitity Framework >5.0 config files

Today i migrated a legacy project from EF4.X to version 6 and faced some problems. After the successfull work (or at least the solution was able to compile), i tried to start the project and got an error every time the config file was read.

The Entity Framework provider type ‘System.Data.Entity.SqlServer.SqlProviderServices, EntityFramework.SqlServer'
for the 'System.Data.SqlClient' ADO.NET provider could not be loaded.

The problem was, that EF needs to be configured in it’s own section inside the app.config or web.config, so a configSection was added to it. To get the configuration out of a section, the .net configuration system needs an object of a class to “deserialize” the config content to.

This class is the SqlProviderService class inside the EntityFramework.SqlServer assembly. The data project hold a reference to that assembly, so after set the reference property to “copy”, it should normaly be copied over to the depoloyment directory, but it wasn’t.

After some time spending in various tools it looked like that the data assembly has a reference to that EnitityFramework.SqlServer assembly, but no code is actually creating an instance out of this assemlby. If the assembly is referenced, but not used inside the referencing assembly it’s ignored and not copied over to the deployment output.

The most common used solution was, to simply add the EF nuget package again inside the ui project, but that’s a really bad solution, having a dependency to a data technology inside your ui layer.

The most easiest way to get arround this problem is it, to write a method and access the instance property of the SqlProviderServices class. Even if this method is never called, the compiler now no longer ignore the reference and copy the assembly to your output directory.

public void FixEfProviderServicesProblem()
{
    var instance = System.Data.Entity.SqlServer.SqlProviderServices.Instance;
}

After inserting that piece of code your application should startup again.

Windows Phone 8–Lasst uns munter Fehler machen…

Bei der Eroberung im mobilen Bereich steht Microsoft sich seit vielen Jahren selbst im Weg – wo der Kampf im Store durch die Massenproduktion an (teilweise) guten Apps im Moment erst einmal gewonnen scheint, musste man zusehen, wie viele Hersteller dem Betriebssystem den Rücken kehrten. Wo am Anfang mit HTC, Samsung und LG namhafte Hersteller mit im Boot waren und erste Geräte auf den Markt brachten, ist heute Nokia allein auf weiter Flur und die Geräte von HTC und Samsung kann man allenfalls noch als Zugeständnis an einen langjährigen Softwarepartner verstehen.

Nokia dominiert den langsam aufsteigenden Windows Phone-Markt – keine Frage. Wenn wirkliche Innovationen die WP8 Geräte interessant gemacht haben, kamen diese immer von Nokia – niemals von Microsoft selbst. Neben den ausgezeichneten Kameras in den Modellen 920, 925, 1020 und 1520 half Nokia vor allem mit überragenden Apps dem Betriebssystem auf die Sprünge. Nokia versteht eben etwas vom mobilen Geschäft, was man bei Microsoft im Moment leider bezweifeln muss. Jeder der einmal ein HTC- und ein Nokia-Gerät in den Händen gehalten hat, wird verstehen was ich meine.

Die Übernahme Nokias durch Microsoft scheint besiegelte Sache zu sein und auch die wenigen Hürden wurden Anfang des Jahres durch die Zustimmung von Aktionären und EU-Komission genommen. Man hat sich also das fehlende Know-How eingekauft, kein schlechter Deal da die Partnerschaft wirklich gut funktioniert hat bisher.

Heute habe ich mein Nokia 1520 bekommen, ein ausgezeichnetes Gerät und mit einem 6” Full-HD Display und Snapdragon 800 Prozessor auch endlich ein Gerät auf Augenhöhe mit den Android-Flagschiffen. Geschwindigkeit, Display, Kamera und alles erdenkliche – Ausgezeichnet! Mit auf den Gerät auch die neue Windows Phone 8 Version GDR3. Microsoft reglementiert die Hardwareausstattung aller Geräte, auf denen Windows Phone 8 laufen soll. Was bei den Minimalanforderungen noch Sinn ergibt, bremst leider die gesamte Entwicklung bei den Highend-Geräten. Während Full-HD Displays bei Android seit Jahren Standard sind, ist dieses erst mit dem aktuellen Update möglich und mangels Hardwarepartnern ist das 1520 von Nokia bisher das einzige Gerät mit solch einer Auflösung. Man kann nun über die Sinnhaftigkeit von solchen Auflösungen diskutieren, genau wie die Sinnhaftigkeit einer 40MP-Kamera im 1020, aber ein Kaufargument für so manchen Kunden ist es allemal.

So schön diese Neuerung im Bereich der Displayauflösung auch ist, leider ist das die einzig wirklich erwähnenswerte Erweiterung des mittlerweile über drei Jahre alten Betriebssystems. Seit Jahren werden viele kleine Dinge bemängelt, die sowohl das Betriebssystem an sich betreffen (Kein Notificationcenter, usw.) als auch das Entwicklungsmodell (Stark limitierte Backgroundtasks, kein voller Zugriff auf den Kalender,…) stark beeinträchtigen. Wirkliche Schritte in diesem Bereich hat Microsoft in dieser Zeit nicht gemacht.

Wo andere Plattformen schwächen im Softwarebereich durch gute Apps ausbessern, ist dies im Windows Phone Bereich derzeit meist unmöglich. Sie möchten Termine editieren, die im Kalender gespeichert sind? Geht nicht… Sie möchten alle 5 Minuten im Hintergrund einen Webdienst abfragen? Geht nicht… (Nur mindestens alle 30 Minuten). Die penible Verwaltung der zur Verfügung stehenden Ressourcen ist eine große Stärke von Windows Phone, aber leider auch eine große Schwäche, welche die Umsetzung von sehr vielen beliebten Android und iOS-Apps einfach unmöglich machen.

Schaut man sich die Ankündigungen bzgl. neuer Features an, ist dort leider nicht viel neues in Sicht und so muss Microsoft sich die Frage gefallen lassen, was das Team seit dem Launch im Oktober 2010 an der Plattform wirklich gemacht hat. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich bin ein Begeisterter Nutzer von Windows Phone aber es ist mir einfach unbegreiflich, warum ein Global Player wie Microsoft seit Jahren tatenlos zusieht, wie eine Plattform mit großen Potential einfach nur vor sich hin dümpelt und mal wieder den entscheidenden Schritt nach vorne verpasst, nachdem man diesen Trend vollkommen verschlafen hat und man nun eigentlich das Feld von hinten aufräumen müsste.

Derzeit findet die CES in Las Vegas statt und der Trend in diesem Jahr sind Wearables, also früher alltägliche Gegenstände wie Brillen, Uhren, Armbänder und vieles anderes Mehr. Nahezu jede Technologieprognose der nächsten Jahre sagt einen regelrechten Boom des “Internet of Everything” voraus, also das vernetzten von alltäglichen Dingen die wir jeden Tag im Leben nutzen. Nun ist Google mit der Datenbrille Google Glass und einer schier gigantischen Nutzerbasis an Android-Geräten natürlich im Vorteil, aber auch bei Apple vermutet man die Arbeit an einer iWatch. Auch sonst hat nahezu jeder Hersteller solche Devices im Angebot, die in Kombination mit einem Android oder iOS-Gerät genutzt werden können. Warum kein Windows Phone? Natürlich, weil die Nutzerbasis derzeit noch nicht so groß ist. Klar wird irgendwann auch eine Unterstützung für Windows Phone vorhanden sein, da sich jeder die “gesamte Plattform” auf die Fahne schreiben möchte.

Aber was bedeutet das für Windows Phone 8? Nachdem man den Trend im Smartphone und Tablet-Bereich hinterher rennt und verzweifelt Anschluss in selbigem sucht, wird nun der nächste Trend verschlafen? Ist der Trend erst bei den Consumern angekommen, werden wahrscheinlich die wenigsten Kunden auf eine Plattform zurückgreifen, die diesen nicht unterstützt. Ein großer Teil der Wearables wurde von Startups produziert und zum Teil über Plattformen wie Kickstarter finanziert, siehe die Pebble-Watch. War es Microsoft da nicht möglich, einige dieser Startups zu unterstützen um so bei dem Trend der nächsten Jahre eine Unterstützung für Windows Phone 8 von Anfang an zu bekommen? Wie gern hätte ich eine Smartwatch, leider gibt es bis heute keine, die mit Windows 8 funktionieren würde. Leider ist auch keine Besserung in Aussicht und so werde ich mal wieder mit meiner WP8-kompatiblen Smartwatch rumlaufen dürfen, während die Nutzer zahlreicher anderer Plattformen schon auf der nächsten Trendwelle reitet – Thumbs Up Microsoft!